Warum wir Klara gegründet haben.

Klara ist für uns nicht einfach eine App. Klara ist ein Herzensprojekt.

Wir sind Jörg und Christiane Freihold. Wir leben mit unseren vier Kindern und drei Ziegen in Mittelhessen. Aufgewachsen sind wir beide in Würzburg, geprägt von Familie, Bildung, Sprache, Neugier – und von der Überzeugung, dass Menschen wachsen können, wenn man ihnen den richtigen Raum dafür gibt.

Die Idee zu Klara ist über viele Jahre gewachsen. Aus unseren eigenen Erfahrungen. Aus unserer Arbeit. Aus Gesprächen mit Menschen, die eine neue Sprache lernen wollten – und aus der Frustration darüber, wie schwer es ihnen oft gemacht wird.

Jörg ist Lehrer für Deutsch und Politik, Autor und Sprachvermittler aus Leidenschaft. Er hat mehrere Jahre in Irland Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, in Deutschland Politik bilingual gelehrt und begleitet heute Sprachkurse für Geflüchtete. Immer wieder hat er erlebt: Menschen lernen Sprache nicht, indem sie Regeln auswendig lernen. Sie lernen Sprache, wenn sie hören, nachsprechen, ausprobieren, Fehler machen und trotzdem weitersprechen.

Einer seiner Lieblingssätze lautet:

„Beim Sprachenlernen muss man mit den Ohren klauen.“

Denn genau so funktioniert Sprache. Wir hören etwas, nehmen es auf, probieren es aus – und irgendwann klingt es richtig. Nicht, weil wir im Kopf eine Grammatikregel durchgerechnet haben, sondern weil unser Sprachgefühl gewachsen ist.

Christiane ist Diplom-Psychologin. Sie hat in der Personalentwicklung bei Bertelsmann gearbeitet, war im internationalen Recruiting in Dublin tätig und begleitet seit fast zwanzig Jahren mit ihrem Beratungsunternehmen Der rosarote Elefant Menschen und Organisationen durch Veränderung. Ihr Blick auf Sprache ist stark von Psychologie geprägt: Lernen braucht Sicherheit. Menschen brauchen Ermutigung. Und wer ständig Angst hat, Fehler zu machen, wird nicht frei sprechen.

Gerade in klassischen Sprachkursen fehlt oft genau das: echte Gesprächssituationen, positives Feedback, psychologische Sicherheit und die Möglichkeit, so lange zu üben, bis Sprache selbstverständlich wird.

Auch als Eltern von vier Kindern kennen wir die andere Seite. Wir haben gesehen, wie viel Zeit Kinder und Jugendliche mit Sprachenlernen verbringen – und wie wenig am Ende manchmal davon im echten Sprechen ankommt. Zu oft bleibt Sprache ein Schulfach. Eine Note. Ein Arbeitsblatt. Eine Regel. Aber nicht das, was sie eigentlich sein sollte: ein Schlüssel zur Welt.

Als unsere Kinder größer wurden, entstand bei uns der Wunsch, gemeinsam noch einmal etwas Neues zu beginnen. Ein Projekt als Paar. Als Familie. Als Menschen, die an Bildung glauben. An Verständigung. Und daran, dass Technologie dann wertvoll ist, wenn sie Menschen näher zusammenbringt.

So entstand Klara.

Klara ist ein Sprach-Buddy, der jederzeit da ist: per Text, Audio und Video. Geduldig, aufmerksam, motivierend. Klara hilft dabei, Schritt für Schritt sicherer zu werden, mehr zu verstehen, flüssiger zu sprechen und sich gezielt auf Sprachzertifikate nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen vorzubereiten.

Aber vor allem soll Klara etwas schaffen, das beim Sprachenlernen entscheidend ist: Mut.

Mut, einfach anzufangen.
Mut, Fehler zu machen.
Mut, laut zu sprechen.

Mut, eine neue Sprache nicht nur zu lernen, sondern wirklich zu benutzen.

Wir glauben, dass Sprache mehr ist als Vokabeln und Grammatik. Sprache entscheidet darüber, ob Menschen ankommen. Ob sie dazugehören. Ob sie Arbeit finden, Freundschaften schließen, sich sicher fühlen und ihre eigene Geschichte erzählen können.

In einer Welt, in der Migration, internationale Zusammenarbeit, Fachkräftemangel und kulturelle Spannungen immer wichtiger werden, ist Verständigung keine Nebensache. Sie ist eine Grundlage für Zusammenhalt.

Deshalb haben wir Klara gebaut.

Aus Erfahrung.

Aus Überzeugung.

Und mit dem Wunsch, Sprachenlernen menschlicher, mutiger und wirksamer zu machen.